
Die Tafel Butzbach e. V. feiert mit einem Tag der „offenen Tür“ am 25. April 2026 ab 12:00 Uhr, in diesem Jahr nachträglich ihren 20. Geburtstag und den 30. Geburtstag des Fördervereins der mobilen Pflegestationen, sowie Senioren und Familienhilfe Butzbach e.V. (später umbenannt in Verein für Hilfe in sozialen Notlagen). Mit der Tafel Butzbach e. V. wird auch die Kleiderkammer Butzbach ihre Türen öffnen. Auch die Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales Heike Hofmann hat sich angekündigt.
Wir freuen uns auf eine schöne Veranstaltung mit vielen Gästen.
Ein kurzer Rückblick:
Im Bürgerhaus Butzbach saßen im Januar 1995 einige interessierte Bürgerinnen und Bürgern zusammen um den Ideen von Dr. Peter Rotkegel und Rita Herth zuzuhören. Es ging um die Gründung eines Fördervereins der mobilen Pflegestationen sowie Senioren und Familienhilfe Butzbach e.V. Das Ziel war die mobile Pflegestationen der Ökumenischen Diakoniestation der AWO und des Malteser-Hilfsdienstes sowie Einzelpersonen in Notzuständen unbürokratisch zu helfen.
Nach Gründung der Butzbacher Nachbarschaftshilfe, die seit 2004 als eigenständiger Verein existiert, wurde am 13. Mai 2005 von Dr. Peter Rotkegel die Butzbacher Tafel e. V. im Verbund der Deutschen Tafel ins Leben gerufen.
Zunächst war das Ziel ab dem 01. Juni 2005 Bedürftigen werktags ein warmes Mittagessen zu geben.
Seit dem 17. Januar 2006 wurden Lebensmittel verteilt, die von Lebensmittelmärkten abgeholt wurden und an Bedürftige, nach den Vorgaben der Tafel jeweils dienstags und donnerstags Nachmittags im Tafelladen ausgegeben.
Seit dem 01. Juni 2005 gibt es somit die Butzbacher Tafel als Einrichtung des Fördervereins, dessen Namen inzwischen mehrfach geändert wurde. Heute heißt es offiziell Tafel-Butzbach e. V., Verein für Hilfe in sozialen Notlagen.
Am 17. Januar 2006 wurde ein Lebensmittelladen in der Krachbaumgasse 1-7 in Butzbach betrieben.
Im März 2007 wurde dann ein größerer Laden mit Lager in der Otto-Hahn-Straße 13 gefunden und in Betrieb genommen. Dort blieb die Tafel bis zum Ablauf des Mietvertrages.
Einen Neuanfang in der Haydnstraße 29 im Degerfeld erfolgte im August 2011. Hier blieben wir bis zum 31.12.2025.
Seit dem 01.01.2026 befindet sich die Tafel Butzbach in ihrem neuen Domizil in der Elsa-Brandström-Straße 1. Im selben Gebäude ist die Kleiderkammer Butzbach untergebracht.
Der Vorsitzende Wilfried Weyl berichtet, was Tafelarbeit heute heißt:
Besuche und Gespräche mit Sponsoren im Lebensmittelbereich von den Rewe-Märkten über Nahkauf, Edeka-Märkten, dm bis Penny. Den Hoffreunden und der Hochwald Molkerei einschließlich der Auslieferungsstelle Erlensee. Den Gönser-Sprößlingen und anderen Landwirtschaftsbetrieben um nur einige zu nennen.
Viele Sponsoren spendeten auch bewusst, zweckgebundene Geldbeträge, zum Kauf von Lebensmittel. Hier sind auch die Firma Bauunternehmen G. Hildebrand zu nennen, die uns bei einigen Richtfesten 500,-€ zweckgebunden spendet.
Viele Vereine und Privatpersonen lassen uns einen Obolos in Form von Geldbeträgen oder Lebensmittel zukommen.
Spenden erhalten wir auch über die Kirchen wie zum Beispiel an „Ernte Dank“. Die muslimische Ahmadiya Gemeinde spenden uns regelmässig Lebensmittel ebenso wie die Pfadfinder aus Münzenberg/ Gambach. Das DRK Münzenberg macht Lebensmittelsammlungen vor dem EDKA Gambach.
Zwar haben wir zwischenzeitlich auch schon mal eine Flaute und Probleme beim Füllen der Kisten, aber wir schaffen es Dank unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer immer wieder auch durch diese Engpässe zu kommen.
Was machen wir sonst noch?
Führungen für Schüler und Besuche in Schulen um die Tafel-Butzbach vorzustellen. Wir durften uns mit dem Hinweisgeberschutzgesetz befassen. Dies durften wir, weil wir über 50 ehrenamtliche Helfer haben. Die Stelle eines Ombudsmann konnten wir besetzen.
Wer darf zur Tafel Butzbach kommen?
Jeder Kunde muss eine staatliche Hilfe erhalten und diese belegen. Dies können Wohngeld, Grundsicherung, Flüchtlingsgeld und weitere Leistungen zum Lebensunterhalt sein. In Notlagen werden auch Lebensmittel auf bitten der Stadt ausgegeben. Die Berechtigung muss in regelmäßigen Abständen vorgelegt werden. Bei Nichtvorlage kann die Leistung der Tafel eingestellt werden.
Hier unsere neusten Zahlen:
211 Bedarfsgemeinschaften, dass sind über 600 Menschen die wir betreuen. Die Zahlen schwanken immer je nach Familiengröße. Unsere Obergrenze ist hier bei 650 Menschen. Wegen der Menge der vorhandenen und verwertbaren Lebensmittel können leider nicht mehr Bedürftige aufgenommen werden.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Kistenzahl. Dass sind die Kisten, die gestellt und an Kundinnen und Kunden einmal wöchentlich ausgegeben werden. Dies sind dienstags 135 Kisten und donnerstags etwa 130 Kisten. Die Zahlen sind die Erfahrungswerte aus Ware und Kapazität der Helfer.
Auf der Warteliste stehen über 100 Anträge auf Hilfe die wir aber zur Zeit nicht erfüllen können. Sobald Plätze frei werden durch Aufnahme von Arbeit oder Wegzug rutschen von der Liste sofort Bedürftige nach.
75 HelferInnen sind regelmäßig im Einsatz. Ob als FahrerIn, zum Sortieren der Lebensmittel oder bei der Ausgabe an die Tafelkundinnen und Kunden.
