Am vergangenen Samstag öffneten die Butzbacher Tafel und die Kleiderkammer Butzbach von 12 bis 17 Uhr ihre Türen für Besucherinnen und Besucher. Bei strahlendem Frühlingswetter nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, mit Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen und sich über aktuelle Projekte zu informieren.

Im Mittelpunkt standen dabei für die Tafel Butzbach nicht nur der Umzug von der Haydnstraße in die Elsa-Brandström-Straße zu Jahresbeginn, sondern auch zwei Jubiläen: 21 Jahre Tafel Butzbach e.V. sowie 31 Jahre Verein für Hilfe in sozialen Notlagen e.V., aus dem die Tafel im Jahr 2005 hervorgegangen ist.
Gegen 13 Uhr eröffnete der Vorsitzende der Tafel, Wilfried Weyl, die Veranstaltung. Er begrüßte Ministerin Heike Hofmann, Bürgermeister Sascha Huber, die Bürgermeisterin aus Rockenberg Olga Schneider, den Vorsitzenden der Tafel Hessen Willi Schmid, den Vorsitzenden des Vereinsring Butzbach Andy Catlin, die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Kornelia Kraus – Ruppel und weitere Vereinsvertreter, sowie Vertreter der Städtischen Gremien. Er freute sich besonders, dass die beiden Ehrenvorsitzenden der Tafel Butzbach Dr. Peter Rothkegel und Wolfgang Effinger, sowie die Ehrenmitglieder Ursula Lack und Karl Buske anwesend seien. In seinen Dankesworten an die Gäste blickte er auf die letzten Wochen vor, während und nach dem Umzug zurück. Weyl bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die viele Stunden in den Umbau gesteckt hatten. Namentlich nannte er Martin Urbansky, Elke Glück, Armin Günter Leonard, Gunawan Heriantio und Dierk Stechmann.
Es folgten weitere Rednerinnen und Redner, darunter der Ehrenvorsitzende und Gründungsmitglied Dr. Peter Rothkegel. Dieser brachte einen Rückblick auf die letzten 30 Jahre. Der Beginn als Förderverein bis zum Verein für soziale Hilfen und den Übergang vor über 20 Jahren zur Tafel Butzbach.

Bürgermeister Sascha Huber bedankte sich bei den MitarbeiterInnen der Tafel Butzbach für ihren Einsatz und hofft noch viele Jubiläen mit der Tafel feiern zu können. Die Tafel Butzbach unterstütze über 600 Menschen mit Nahrungsmittel und Hygieneprodukten. Fast 150 Bedürftige seien auf einer Warteliste. An diesen Zahlen sehe man was hier geleistet würde.

Der Vorsitzende der Tafel Hessen Willi Schmid fand den neuen Standort der Tafel ein gelungenes Projekt und dankte auch der Stadt für ihre großzügige Unterstützung der Tafel Butzbach mit den neuen Tafelräumen. Er berichtete von der Tafelarbeit in Hessen und die in nächster Zeit an die Mitgliedstafeln zu verteilenden Spendeneingänge bei der Tafel Hessen.

Heike Hofmann, die Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, hatte sich viel Zeit genommen, um sich die neue Tafel und die Kleiderkammer anzuschauen. In ihrem Beitrag lobte sie die ehrenamtliche Arbeit der Helferinnen und Helfer. Das Ehrenamt sei der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält. Der Tafel Butzbach bescheinigte sie eine sehr gute Arbeit und lobte ihr soziales Engagement.

Der Vorsitzende des Vereinsrings Butzbach Andy Catlyn freute sich für die Tafel Butzbach und die Kleiderkammer zu den gelungenen Umbauten im ehemaligen Discountermarkt. Es zeigt die Wertschätzung, die der Verein erhält. Andy Catlyn überreichte Wilfried Weyl eine Geldspende des Vereinsring Butzbach.

Die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Kornelia Kraus-Ruppel blickte auf den gemeinsamen Ursprung des Fördervereins zurück und wünschte weitere gute gemeinsame Jahre. Überrascht wurde Wilfried Weyl mit einer Geldspende der Nachbarschaftshilfe über 500€.

Jutta Schaper, die Leiterin der Kleiderkammer Butzbach, bedankte sich bei der Stadt Butzbach für die Bereitstellung der Räume. Immer mehr Kundinnen und Kunden besuchen die Kleiderkammer. Bei vielen Butzbacherinnen und Butzbachern ist sie mittlerweile ein fester Begriff zur Abgabe von gebrauchten und noch guten Kleidern geworden.

Herr Jens Ronneburger von der Volksbank Butzbach eG und Herr Geron Müller von der Sparkasse Oberhessen überreichten jeweils eine Geldspende von 750€. Beide bedankten sich bei der Tafel Butzbach und sagten ihr weiterhin ihre Unterstützung zu.

Wilfried Weyl bedankte sich bei allen Rednerinnen und Rednern für ihr Beiträge und freut sich die Spenden entgegenzunehmen. Er wies daraufhin das der Umzug und die Einrichtung der Tafel in den neuen Räumen ca. 60.000€ gekostet habe. Jede Spende kommt uns recht.
Nach den Ansprachen verteilten sich die Gäste auf dem Gelände. Besonders gefragt waren die geführten Rundgänge: Dabei erhielten Interessierte spannende Einblicke in die Arbeitsabläufe und technische Hintergründe. Viele nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich direkt mit den Engagierten vor Ort auszutauschen.

Vorgestellt wurden außerdem neue Angebote und Projekte, die im Laufe des Jahres umgesetzt werden sollen. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über das positive Feedback und die vielen Gespräche, aus denen wertvolle Impulse für die zukünftige Arbeit mitgenommen werden konnten.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Neben Kaffee und Kuchen gab es Gegrilltes und Softgetränke. So blieb Zeit zum Verweilen – und Raum für Austausch in entspannter Atmosphäre.

Zum Abschluss zogen die Veranstalter eine durchweg positive Bilanz. Der Tag der offenen Tür habe gezeigt, wie wichtig der persönliche Kontakt und der direkte Dialog mit der Öffentlichkeit seien. Viele Besucherinnen und Besucher erklärten sich spontan bereit für sich eine Arbeit für die Kleiderkammer oder der Tafel vorstellen zu können. Andere fragten auch nach künftigen Veranstaltungen der Tafel Butzbach oder der Kleiderkammer und wollen wieder dabei sein.
